Schaltfall 1 – IS (Isolierte Schiene): Die Bahnübergangssicherung bleibt auch bei auf dem Übergang haltenden Eisenbahnfahrzeug eingeschaltet (siehe auch 3).
Schaltfall 2 – WS: Siehe #24
Schaltfall 3 – WK (Wirksamschalten mit Kontakt): Fahrzeugbewirktes Wirksamschalten des Einschaltkontakts in Richtung des Übergangs, um eine rückwärtige Einschaltung durch Fahrzeuge aus Richtung des Übergangs zu verhindern, die im Bereich des Einschaltkontakts zum Halten kommen können (bspw. durch Strecken eines Güterzugs nach dem Halt).
Schaltfall 4 – UW (Dauer-Unwirksamschalten): Bedienerbewirktes Unwirksamschalten mit Umwirksamschalter (US) für Bewegungen von Eisenbahnfahrzeugen im Bereich des Einschaltkontakts, die nicht über den Bahnübergang führen. Die Rücknahme der Unwirksamkeit erfolgt ebenfalls bedienerbewirkt.
Schaltfall 5 – UK (Unwirksamschalten mit Kontakt): Fahrzeugbewirktes Unwirksamschalten des Einschaltkontakts aus der Richtung des Übergangs, um eine rückwärtige Einschaltung durch Fahrzeuge aus Richtung des Übergangs zu verhindern, die im Bereich der Einschaltstrecke zum Halten kommen können. Die Unwirksamkeit wird nach etwa 20 Sekunden wieder aufgehoben.
Schaltfall 6 – UT (Unwirksamschalten mit Taste): Bedienerbewirktes Unwirksamschalten des Einschaltkontakts für Eisenbahnfahrzeuge, die planmäßig innerhalb der Einschaltstrecke zum Halten kommen oder den Bahnübergang nicht befahren (Rangierbereich oder Bedienung einer Anschlussstelle). Die Unwirksamkeit wird fahrzeugbewirkt durch eine Folgefahrt (Schaltfall 3) oder eine ausfahrende Bedienfahrt wieder aufgehoben.
Schaltfall 7 – WK mit UT (Auflösung der Wirksamschaltung mit Unwirksamkeitstaste): Fahrzeugbewirkte Wirksamschaltung durch Fahrten, die den Übergang nicht befahren (Rangierbereich oder Bedienung einer Anschlussstelle) durch bedienerbewirktes Unwirksamschalten aufheben.
Schaltfall 8 – RS/ET (Handeinschalten): Bedienerbewirktes Einschalten mit Rangierschalter (RS) in Rangierbereichen zum mehrmaligen Befahren des Übergangs bis zur Rücknahme durch den Bediener. Bedienerbewirktes Einschalten mit Einschalttaste (ET) für eine Befahrung mit zugbewirkter Ausschaltung.
Schaltfall 9 – DE (Dauereinschalten):
Die fahrzeugbewirkte Einschaltung wird für einen planmäßigen Halt in der Einschaltstrecke so lange aufrechterhalten, bis das Eisenbahnfahrzeug den Übergang erreicht hat (Grundsteller inaktiv).
Schaltfall 10 – EK (Verlängerung der Einschaltung oder Wiedereinschalten):
Durch das Befahren eines zusätzlichen Kontaktes wird die Grundsteller-Zeit (siehe 5) für Eisenbahnfahrzeuge mit planmäßigem Halt in der Einschaltstrecke zurückgesetzt oder eine nach Zeitablauf bereits ausgeschaltete Anlage wieder eingeschaltet.
Schaltfall 11 – AT ET/AT (Handausschalten/Wiedereinschalten): Bedienerbewirktes Ausschalten durch Ausschalttaste (AT), wenn die Sicherung durch Unterschreitung des Sicherungsabstands (siehe 4) eingeschaltet wurde, das Eisenbahnfahrzeug den Übergang jedoch nicht oder erst nach einer längeren Standzeit befährt. Für die weitere Befahrung ist die Anlage anschließend per Einschalttaste (ET) wieder einzuschalten.
Schaltfall 12 – SpoS: Siehe #24
Schaltfall 13 – SpmS (Speichern mit Signalsperrung) – Einfahrsignal: Wie 12, nur ist die Annäherungszeit der anfahrenden Eisenbahnfahrzeuge kleiner als die der durchfahrenden Fahrzeuge. Für am Einfahrsignal haltende Fahrzeuge erfolgt eine Einschaltung der BÜSA zusammen mit einer verzögerten (zuvor gesperrten) Freigabe zur Signalfahrtstellung.
Schaltfall 14 – SpoS (Speichern ohne Signalsperrung) – Ausfahrsignal: Ähnlich zu 12, nur bei Ausfahrsignal.
Schaltfall 15 – SpmS (Speichern mit Signalsperrung) – Ausfahrsignal: Ähnlich zu 13, nur bei Ausfahrsignal.
Schaltfall 16 – SpmS/s: Wie 15, nur mit fehlendem Sicherheitsabstand (siehe 4). Die Einschaltung der BÜSA erfolgt bereits bei der Einfahrt. Für am Ausfahrsignal haltende Eisenbahnfahrzeuge wird die Sicherung per AT ausgeschaltet. Die Fahrstellung des Ausfahrsignals erfolgt verzögert mit Einschalten der BÜSA.