SigSk: Signalkombination (Sk)

Eine runde Sache – aber dennoch Außenseiter innerhalb der deutschen Signalsysteme. Ein Überblick zu den Besonderheiten des Sk-Systems.

Das Signalkombination (Sk)-System wurde als Nachfolger des Haupt-/Vorsignal (H/V)-Systems konzipiert, um Signalbegriffe mit einem Lichtpunkt für mehrere Abschnitte kombiniert darstellen zu können. Zuvor und parallel zur Konzeption des Sk-Systems wurde die linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) entwickelt. Da ein Einsatz der LZB im Regelbetrieb noch nicht absehbar war, sollte das Sk-System einen signalgeführten Zugbetrieb von bis zu 200 km/h ermöglichen. Zugleich wurden Einsparungen durch die Reduzierung von Lampen in Signalbildern und damit eine Vereinfachung der Signalbegriffe aus dem H/V-System gewünscht.

Das Sk-System wurde 1977 auf der Strecke Augsburg–Donauwörth als Betriebsversuch installiert. Bereits vor der Inbetriebnahme erlangte die LZB jedoch Ende 1975 die Serienreife, sodass lediglich der Aspekt zur Einsparung und Vereinheitlichung berücksichtigt wurde.

Es blieb beim Versuch. Das System erlangte keine Verbreitung und blieb bis heute auf der Strecke bestehen. Noch – denn es steht die Inbetriebnahme eines digitales Stellwerks (DSTW) bevor, das die Sk-Signale (zunächst auf einem ersten Abschnitt) in absehbarer Zeit verschwinden lässt.